Mir war es gar nicht bewusst aber als Papa mir sagte, dass wir nun die längste Autofahrt der ganzen Reise machen, fand ich das so mittel. Obwohl ich darauf spekulierte, Bildschirmzeit zu verhandeln. Fünf Stunden schleckt ja keine Geiss weg.

Tschüsse Krankenzimmer (an einem wunderschönen Ort in einem sehr chilligen Hotel) und auf in die Stadt der Wale. Hermanus war das Ziel! Dazwischen, wie gesagt, fünf Stunden Autofahrt. Aber wie sagt man so schön? Alles hat ein Ende, ausser du hast eine Powerbank. Scherz!

Nachdem wir weg von der Küste mehr ins Landesinnere fuhren, heizte es im Auto so richtig ein. Draussen waren über 33 Grad. Mama war zwiegespalten. Klimaanlage stärker und wieder Ohrenweh oder schwitzen bis der Arzt kommt? Die Mischung macht’s. Und ein Glace an der Tankstelle hilft auch.

Unterwegs waren meine Eltern fasziniert von der Landschaft. Ich bekam nicht viel mit. Hab gut verhandelt. 🤪

Wir fuhren vorbei an riesigen Getreidefelder, um dann wieder durch eine grüne Oase zu kommen.

In Hermanus angekommen, hiess es, ran an die Schlüsselbox und rein in die riesige Wohnung mit Balkon. Uuuund? Einem Hochbett für mich alleine. Voll cool.

Heute Morgen rüttelte mich Mama in meinem Hochbett (logischerweise habe ich oben geschlafen) ganz früh wach. Ab aufs Boot. Eigentlich mussten wir erst um halb 9 im Hafen am Treffpunkt sein aber meine Eltern möchten ja noch einen Kaffee. Logisch.

Am Hafen ging es ratz fatz. Noch kurz eingedeckt mit Apfel und Tee und dann erzählte uns unser Guide Jacques (natürlich hiess er Jacques) alles, was wir für die Ausfahrt wissen mussten. Ich bekam eine Schwimmweste und dann fuhren wir los.

Nach wenigen Minuten war bereits helle Aufregung an Bord. Eine Gruppe Delfine wurde gespottet. Wie sich herausstellte, handelte es sich um etwa 600 Tiere. Nein, hier ist keine Null zu viel. Es war wunderschön. Die Tiere begleiteten unser Boot und sprangen immer wieder durch die Luft. Man konnte sich gar nicht satt sehen an der Schönheit und Eleganz der Tiere.

Ok, spätestens jetzt wisst ihr, dass ich ein bisschen Hilfe beim Blog schreiben habe und so Sätze von Mama oder Papa kommen. Logo.

Wir waren total glücklich und rechneten nicht mehr mit viel weiterem. Jacques hat nämlich gesagt, dass ca. 95% der Wale bereits weiter gezogen sind. Und doch!

Wir Glückspilze begegneten einer Walkuh mit ihrem Kalb (Bryde’s Wale). Das wäre äusserst selten. Ok, sehen konnten wir nicht allzu viel. Immer mal wieder eine Flosse und etwas Rücken der Tiere. Aber dieser Jacques und seine Crew sind Profis. Sie hatten eine Drohne dabei und konnten damit in der Luft sehen, wo die Tiere waren und wann sie an die Wasseroberfläche zum Luftholen auftauchen. Leider gingen diese Momente ganz schnell vorbei. Und die Zeit die wir aufs Wasser bzw, die Wellen schauten, wurde immer länger. So lange, dass mir übel wurde. Speiübel. Cola half ein bisschen. Zurück an Land ging es mir dann ganz schnell wieder gut.

Uuuund jetzt kommt das Allercoolste: wir haben den Film, den die Crew mit der Drohne gemacht hat, gekauft. Die ursprünglichen acht Minuten können gerne in einer privaten Aufführung mal gezeigt werden. Hier habt ihr in verdaulichen kürzeren Dauer einen Ausschnitt und damit die Gelegenheit zu sehen, was wir heute erleben durften. Ein unvergessliches Erlebnis.

Am Nachmittag gingen wir dann noch kurz an den Strand. Einen riesigen Strand, der viele Kilometer lang ist. Wir entdecken jedoch einige tote Quallen. Es hiess also obacht! Aber wer uns kennt, weiss, dass uns weder Quallen noch fehlendes Equipment davon abhalten, unserem liebsten Strandhobby zu fröhnen: das Sandburgenbauen! Endlich konnten wir nun auch unsere Picknick-Decke und unser Strandzelt doch noch einsetzen, bevor wir es ungenutzt wieder in unserem Übergepäck verschwinden lassen. Ins Wasser gingen wir dann auch noch, bei frischen 15 Grad Wassertemperatur 🤪

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