Am Montag war zuerst der Plan, dass wir uns die Stadt mit dem roten Bus ansehen, um uns zu orientieren. Wir wollten uns eine Übersicht über Kapstadt machen. Ganz in der Nähe zu unserem Hotel liegt der Stadtteil «Waterfront» und dort fahren auch die roten hopp on – hopp off Busse los. Wir hatten es nicht sehr eilig (schliesslich sind wir noch in den Ferien) und liessen es gemütlich angehen. Nach wenigen Stopps im Touri-Bus stiegen wir aus. Bereits vollgepackt mit Informationen über die Stadt. Meine Eltern finden es lustig, dass hier alles niederländisch benamst ist. Sie sagen, so fühlt es sich an, als ob man in Holland unterwegs wäre. Allerdings sind wir ja immer noch in Südafrika. Und Kapstadt wäre nicht so gross, wenn sie nicht vor langer Zeit viele viele Holländer geholt hätten, um das Land aufzuschütten. Die haben da anscheinend Übung, da die Niederlande ansonsten 1/3 weniger gross wäre. Echt krass.

Bei der Haltestelle schnappten wir uns dann ein Uber für eine kurze Fahrt in ein angesagtes Stadtviertel. Hoffentlich nicht wieder, wie in Johannesburg, dachte ich. Aber alles gut. Kleine Läden, Ateliers und Kaffees befanden sich dort und Mama und Papa verfielen in Shoppinglaune. Lustigerweise war dort direkt noch ein Restaurant (The Test Kitchen), dass eigentlich noch auf Mama’s Auswahl stand. Laut Gerüchten war schon Tim Raue hier und empfiehlt es unbedingt weiter. Kurz entschlossen, haben meine Eltern die bestehende Reservation für den kommenden Abend abgesagt und dort einen Tisch gebucht. Zum grossen Glück! Es war ein sehr tolles Resti mit ganz vielen lieben Leuten. Das coolste war, dass ich eine Zuckerwatte zum Dessert bekommen habe. Auch sonst habe ich ganz viel probiert (Mirjam wäre stolz auf mich), denn meine Eltern haben sich das Menu ausgesucht. Und auch die Weinbegleitung dazu gegönnt. Eines der besten Essen während den ganzen sieben Wochen, sagten sie.

Gestern waren wir dann etwas früher unterwegs, da wir die ganze rote Route mit dem Bus bis hoch zur Station vom Tafelberg machen. Zuerst gingen wir dann aber noch in das Aquarium an der Waterfront. Das war sehr spannnend und ich konnte diverse Fische wieder sehen, welche ich bereits mit Papa beim Schnorcheln auf den Malediven gesehen hatte. Und, endlich sah ich noch die grossen Haie. Die sehen doch ein wenig gefürchig aus und ich war froh da nicht im Wasser zu sein. Mit vielen Erkenntnissen über die Meereswelt verliessen wir dann das Aqarium wieder. Irgendwie aber auch traurig, wenn die Fische dort sind ja eigentlich alle eingesperrt und wenn man die so im Freien gesehen hat wiw wir, dann tut das einem doch irgendwie im Herzen weh. Vermutlich geht es uns dann mit den Tieren gleich, wenn wir wieder mal in den Zoo gehen.

Unglücklicherweise hatten wir hier dann ein etwas unglückliches Timing. Gestern war das Dock im Hafen noch leer aber heute lag dort ein grosses Kreuzfahrtschiff. Tja, und die knapp 3’000 Leute wollten auch alle auf den Tafelberg. Alle! Wartezeit für die Gondel (Mama hat die Wanderung abgesagt) war 1.5 Stunden. Während wir hin und her überlegten, ob sich der Warteaufwand lohnt, standen wir in die Schlange und waren nach knapp einer Stunde auf der Bahn. Die ist sehr steil. Und lustigerweise war die Warteschlange nach uns weg. Wie von Zauberhand. Oben erwartete uns eine mega Aussicht. Wir liefen etwas umher, machten Fotos und wollten dann wieder runter. Wie die gesamte Belegschaft des Kreuzfahrtschiffes halt auch. Nun! Mann kann nicht immer gewinnen. Wie ihr bereits erfahren habt, war der Tag dann dank des wunderbaren Essens ja doch ein voller Erfolgt.

Heute standen wir früh auf und wollten vor der Touristenmasse an die bekannten und beliebten Aussichtspunkte. Der Boulders Beach, wo man mit Pinguinen schwimmen kann und natürlich das Kap der guten Hoffnung. Papa entschloss sich dafür, dass wir zuerst an den Strand gingen, was vollkommen richtig war. Fast alleine an einem wunderschönen Strand mit türkis farbigen Wasser, weichem Sand und? Pinguinen! Sie waren direkt neben uns. Wir waren alle begeistert. Die Kletterpartie am Strand entlang, war super lustig. Zum Glück wurde nichts Wichtiges nass.

Dann fuhren wir ans Kap der guten Hoffnung. Mama machte noch Witze wegen des Kreuzfahrtschiffes. Wir mussten nämlich die Erfahrung machen, dass es sich um viele drängelnde, laute und unfreundliche Passagiere handelt. Und lachen tun die auch selten. Leider wurde der Witz ernst und die Busse standen alle auf dem Parkplatz. Die Leute standen in einer riesigen Schlange, um ein Foto vor dem Schild zu machen. Zum Glück gab es zwei. Das Foto zeigt das linke Schild an dem Mama und ich kurz hingestanden sind, während sich nebenan die Leute aufgereiht hatten, um von ihrer Crew Fotos gemacht zu bekommen. Echt bekloppt. Meine Eltern hatten keine Lust auf Menschenmassen und so zogen wir von dannen. Kap der guten Hoffnung? Ja, wir waren da. Next!

Bei der gestrigen Busfahrt und auf dem Tafelberg hatten wir tolle Sicht auf Camps Bay. Dort wollten wir heute zum Abschluss hin. Das haben wir auch gemacht (Picknickdecken-Einsatz Nr. 3!). Das Wasser hat hier etwas 14 Grad. Aber egal. Hauptsache Sand und Meer. Und wenn die Sonne scheint, fühlt sich das Wasser irgendwie auch wärmer an. Papa und ich fanden doch noch einen Ort, um in Ruhe eine Sandburg zu bauen und somit waren alle glücklich. Ende!

Ach nee, morgen ist unser letzter Tag und bevor wir am späten Nachmittag zum Flughafen fahren, heisst es nochmals Abenteuer. Aber ganz sicher. Sicher! Bleibt dran. 🙂

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