Nachdem wir in den vergangenen Wochen viel erlebt haben, dabei aber oft mit Tuk Tuk, Bus, Taxi unterwegs waren, freuten wir uns alle darauf, uns mal wieder so richtig zu bewegen.
Papa hatte schon länger geplant, dass wir in der Region von Graskop wandern gehen werden.
Nach einem leckeren Frühstück (Papa freute sich sehr über die Latte Art in seinem Cappuccino), fuhren wir eine kurze Strecke mit dem Auto zum Blyde River Canyon. Nachdem wir uns noch mit genügend Wasser versorgt hatten, wählten wir die Route und zogen los. Nachdem es gestern Nacht so kalt war, erschien es uns heute richtig warm. Sogar heiss. Und es wurde immer heisser. Auch wenn wir hier auf knapp 1600m sind, hat es knapp 26 Grad und die Sonne brennt…Südafrikanischer Frühling halt…
Als ich wirklich aufgrund der Hitze keinen Bock mehr hatte, hörten wir ein Rauschen. Eine Fata Morgana? Nein, tatsächlich wurde das Rauschen lauter und als der Weg nach rechts abdrehte, sahen wir ein kleines Becken mit tiefblauem Wasser. Zwei andere Wanderer kühlten bereits ihre Füsse darin. Wir machten genau das gleiche. Aus irgendeinem Grund zog Mama die Schuhe schnell wieder an und sagte, wir sollten weiter. Zum grossen Glück. Denn weiter oben eröffnete sich uns ein riesiges Naturbecken mit kleinem Wasserfall, dass nur so nach uns rief. Badesachen hatten wir keine dabei aber das Wasser war so klar und die Luft so warm, dass wir spontan einfach nur in Unterwäsche schwimmen gingen. Also nur ganz kurz, denn das Wasser war sooooooooo kalt. Diese Abkühlung werden wir so schnell nicht vergessen. Eisig! Einfach herrlich!
Als wir weiterzogen, trockneten die Haare innert Sekunden und uns war es schnell, als wären wir nie baden gegangen. Nach einigen weiteren Höhenmeter standen wir dann irgendwann wieder an der Strasse in Richtung Restaurant. Dort hatten soeben die Touribuse bzw. ihre Mitreisenden das Mittagessen hinter sich. Wir griffen beim super Angebot am Buffet zu (ich war gratis) und verpflegte uns erst einmal nach den Strapazen. Leider war Papa nicht so wohl und auch das Cola half nicht viel.
Eigentlich hatten wir für den Rückweg noch einige Aussichtspunkte geplant, doch nachdem wir noch bei den Three Rondavels (mega Aussicht) gestoppt hatten und von den Touris fast umgerannt wurden, beschlossen wir, ins Hotel zurückzukehren. Wir hatten gelesen, dass direkt neben unserem Hotel ein feines Pancake Restaurant wäre. Perfekt fürs z’Vieri. Wir schafften es genau 5 Minuten bevor die Küche schloss und gönnten uns die volle Zuckerbombe. Das Unwohlsein von Papa wurde leider immer schlimmer und er legte sich direkt ins Bett. Ich machte mit Mama Hausaufgaben. Danach ging ich mit ihr Nachtessen. Papa brachten wir dann Wasser mit und nun hoffen wir, dass es ihm morgen wieder besser geht.














