Ein Tag voller Baden und wenig Neuigkeiten für alle Leser und Leserinnen meines Blogs. Dachte ich zuerst. 😂
Der heutige Morgen bestand nämlich aus frühstücken und gemeinsamen Sandburgen bauen mit Papa. Mama hat auch mitgemacht. Da wir hier am grössten Strand sind, den ich je gesehen habe, sind wir alle zusammen am Strand spazieren gegangen.
Am oberen Ende hatte es grosse Steine und Felsen im Wasser. Als wir näher kamen, bewegte sich plötzlich ganz viel. Ganz viele Krebse rannten (von uns) davon. Es war spannend, ihnen dabei zuzusehen.
Am Mittag entschieden meine Eltern, dass wir unser Glück in der Turtle Bay probieren. Dort gibt es eine Organisation, die sich darum kümmert, dass die Meeresschildkröten ungestört an Land kommen und ihre Eier ablegen können. Die Tiere sind nämlich mittlerweile sehr selten. Es ist allerdings nicht so viel los im Oktober und es gibt keine Garantie, dass wir Schildkröten sehen.
Da die Tiere, wenn überhaupt, nur in der Dunkelheit an Land kommen, war der Ausflug am späteren Abend geplant. Papa hat mir darum geraten, ein Nickerchen zu machen. Aber ich konnte nicht schlafen Mitten am Tag.
Wir assen früh zu Abend (frischer Fisch direkt heute gefangen) und um 19.30 holte uns das Tuk Tuk ab. Nach einer längeren Fahrt mit dem leisesten (aber jedoch auch lahmsten) Tuk Tuk in Sri Lanka kamen wir an. Direkt wurde uns gesagt, dass sich eine Meeresschildkröte am Strand befindet. Damit man die Tiere nicht stört, darf man nur mit Rotlicht unterwegs sein. Wir sind dem Mann mit dem roten Licht somit am Strand hinterhergerannt und konnten durch unser gutes Timing beobachten, wie die Schildkröte ihre Eier (120 Stück) in ein Loch im Sand ablegte. Also eigentlich sah ich vor allem den grossen Panzer der Meeresschildkröte (ca. 1.5 Meter).
Danach hat sie viel Zeit gebraucht, um das Loch mit Sand zu überdecken und währenddessen hat es angefangen, wie aus Kübeln zu regnen. Wir hatten mit einigem gerechnet, aber nicht mit Regen. Der Mann von der Organisation hat uns unter schützende Bäume geschickt und mir seine Jacke gegeben, so dass ich nicht komplett nass wurde. Mama und Papa hatten weniger Glück und wurden plitsch nass. Aber da noch immer fast 30 Grad herrschten, waren alle einigermassen entspannt.
Meine Eltern konnten gar nicht glauben, dass wir wirklich schon wieder solch gutes Timing haben und die Tiere genau dann sehen, wenn wir irgendwohin gehen. Nach ca. einer Stunde hat sich die tapfere Meeresschildkröte aus ihrem geschützten Versteck hervor gekämpft und ging zurück ins Wasser. Was für ein friedlicher Abtaucher.
Auf der Fahrt zurück ins Hotel mit dem Tuk Tuk schlief ich direkt ein.


